Seminare

Xpert Basiszertifikat der VHS zur Interkulturellen Kompetenz

[Zum Kursraum] Die Vorbereitungen zum Erwerb des Xpert Basiszertifikats (euZBQ) zum Thema Interkulturelle Kompetenz, Kulturen verstehen Sekundarstufe 1 bilden das Rahmenprogramm dieses Onlinekurses mit Videokonferenzen. Neben der interkulturellen Kompetenz wird ein eigenes virtuelles Klassenzimmer mit einem Zugang zu selbst organisierten Videokonferenzen aufgebaut. Zielgruppe des Angebotes sind Kursleiter, die internet-gestützte Sprachkurse anbieten möchten und bereits grundlegende IT-Kenntnisse haben.

Inhalt

Wir senden Ihnen nach der Anmeldung eine gedruckte Kursunterlage vom Herdt-Verlag: https://shop.herdt.com/de/product/YU-EUZBQ-IKK
Mit dem genannten Link erhalten Sie nicht nur das Inhaltsverzeichnis sondern auch die zugehörigen Übungen. Die ersten 15 Seiten dienen als Leseprobe und Fallbeispiel für den kostenlosen Schnupperkurs. Alle Kapitel bilden das Rahmenprogramm für den Live-Unterricht per Videokonferenz.
Zukünftige Videokonferenz-Moderatoren und Dozenten können das Konzept übernehmen und erhalten das Knowhow beim optionalen persönlichen Coaching zum Aufbau der eigenen Kursräume oder einer Plattform.

Termine

Den nächsten Schnupperkurs gibt es am Mittwoch, den 16. Januar, von 17:15 bis 18:45

Vortrag&Übungen Di, 22.01.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Do, 24.01.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Di, 29.01.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Do, 31.01.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Di, 05.02.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Do, 07.02.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Di, 12.02.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Do, 14.02.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Di, 26.02.2019 8:15-11:30
Vortrag&Übungen Do, 28.02.2019 8:15-11:30

Kosten

  • 49 Euro inkl. Versand der gedruckten Herdt-Unterlage wenn es bereits ein Abonnement dieser Plattform für die Laufzeit des Kurses gibt.
  • 128 Euro, wenn kein Abonnement dieser Plattform besteht und deshalb für die Laufzeit des Kurses abzuschließen ist.
  • Nicht enthalten sind die Prüfungskosten, die an die VHS zu entrichten sind.
  • Nicht enthalten ist die 1:1 Betreuung mit TeamViewer beim Aufbau eigener Kurse und LMS

Weitere Details

Die gedruckte Kursunterlage liefert auch die Gliederung für die per Videostreaming aufgezeichneten Vorträge. Alle wichtigen Details können so nachgelesen werden. Bei Fragen während der Videokonferenzen zur Besprechung der Übungen kann konkreter Bezug auf die Seiten der Unterlage genommen werden.

Die Lösungen zu den Übungen aus der Unterlage und dem Begleitmaterial werden per Videokonferenz besprochen. Wer eine der angesetzten Videokonferenzen versäumt oder den Inhalt wiederholen möchte, hat für die Dauer des Kurses Zugriff auf die gemachten Aufzeichnungen. Dazu ist die kostenlose Abspielsoftware zu installieren.

Zur Zertifizierung der erworbenen Kompetenzen kann eine Xpert-Prüfung bei einer Volkshochschule (VHS) abgelegt werden. Xpert steht für ein standardisiertes und qualitätsgesichertes System der deutschen VHS zur Zertifizierung von fachlichen Kompetenzen in der beruflichen Weiterbildung.

Den Kontakt zu den für die Xpert-Prüfungen in Frage kommenden VHS stellen die Teilnehmer selbst her. Vor der ersten Prüfung ist einmalig eine Xpert-Card für 12 € zu erwerben. Die Prüfungsgebühren sind von den VHS selbst festgelegt, weil es unterschiedliche Verfahren gibt. Zum Beispiel kostet jede Prüfung derzeit 50 €, wenn man sie in Erlangen durchführt: https://www.vhs-erlangen.de

Derzeit gibt es neben manuell ausgewerteten Prüfungen auch automatische Prüfungen am Internet-gestützten Europäischen Prüfungszentrum in Hannover: https://www.vhs-nds.de/index.php/startseite-epz.html

Der Kurs und die zugehörige Prüfung sollten zeitnah stattfinden. Wenn das Ergebnis der Prüfung „Nicht bestanden“ lautet, darf der Kurs kostenlos wiederholt werden.

Ein Ziel des Kurses ist, dass die Teilnehmer ihre Kompetenz mit einer bestandenen Prüfung nachweisen können, ein anderes Ziel ist, dass sie die notwendigen praktischen Fähigkeiten erwerben, um diesen Kurs und andere Kurse per Videokonferenz durchführen zu können. Aus Kursteilnehmern sollen auch Gestalter neuer Angebote werden.

Sobald Teilnehmer dazu bereit sind, in die Rolle eines Co-Moderators zu wachsen, werden sie entsprechend gefördert. Zunächst erklären sie ihren Mitschülern z.B. die Lösungen zu den Übungen. Im nächsten Schritt nutzen sie ein selbst angelegtes Meeting und laden den Kursleiter und maximal drei weitere Teilnehmer zur eigenen Videokonferenz ein. Als realitätsnahe Übung erklären sie dort einen kleinen Abschnitt aus der Kursunterlage oder eine Lösung zu einer der zahlreichen Übungen. Ist dieser Schritt gelungen, richten sie sich als nächstes einen eigenen permanenten Kursraum auf dieser oder einer anderen Lernplattform ein. Außer dem weitverbreiteten LMS mit Moodle kommt auch die vhs.cloud in Frage: Die Wahl der vhs.cloud ist sinnvoll, wenn VHS-Kursleiter eingearbeitet werden sollen und Moodle nicht zugelassen wird.

Beim Einsatz der eigenen Subdomain auf moodlecloud.com hat man als Kursleiter die volle Verantwortung. Lästige Beschränkungen und Bürokratie entfällt. Man muss niemanden um Hilfe bitten, weil man von Anfang an vollständige Administrationsrechte hat.  Sofern man nicht mehr als 50 Teilnehmer zu verwalten hat, ist die Einrichtung und der Betrieb bei moodlecloud.com kostenlos. Es dauert nur Minuten, bis die Registrierung einer eigenen Subdomain per Smartphone verifiziert wurde. Man kann die gleichen Kurs-Bestandteile einrichten, wie in der vhs.cloud. Eigene Kurse können schnell weitergegeben werden. Videokonferenzen bindet man in allen LMS einfach per Link ein.

Bei der Einrichtung der eigenen Übungs-Plattform kann man sich vom Dozenten per Fernwartung unterstützen lassen. Bei der Verwendung der empfohlenen Komponenten für kleine Gruppen entstehen keine Kosten.

Der Dozent macht die Teilnehmer mit drei Plattformen bekannt. Jeder soll die Möglichkeiten nicht nur als Teilnehmer, sondern auch als Moderator in der temporären Rolle eines Kursleiters beurteilen können. Die Gruppengröße wird bei diesen kurzen Pilotveranstaltungen auf 5 Teilnehmer beschränkt. Der zu erwartende Aufwand für die Beherrschung der Basiskompetenzen beträgt für jedes System ca. eine Stunde.

Kurzbeschreibung der vier nutzbaren Videokonferenzsoftware-Alternativen

  1. TeamViewer® ist eine Software für Bildschirmübertragung (Screen-Sharing), Videokonferenzen, Dateitransfer und VPN. Sie wird eingesetzt, falls die Fernwartung die Hauptrolle spielt. Ist TeamViewer® installiert, können Ihre Tastatur und Ihre Maus von einem Fachmann aus der Ferne bedient werden, solange Sie das zulassen und vorher ein temporär generiertes Passwort übermitteln.
    Fallbeispiele zum Thema Bildung gibt es auch: http://hilfe.bildung.hessen.de/support/block_1396504444.html
  2. blizz® von TeamViewer® ermöglicht die einfache Organisation von virtuellen Zusammenkünften. Gruppen bis 300 Personen können gleichzeitig per Video, Audio, Chat oder mit Bildschirmübertragung aus der Ferne zusammenarbeiten. Die Bedienung ist sehr einfach. Die Teilnehmer wählen die kostenlose Installation und können zu Meetings eingeladen werden. Alle Teilnehmer sind gleichzeitig zu sehen und zu hören, falls ihnen das Mikrofon nicht abgeschaltet wird. Mit der Installation hat man sofort einen eigenen Gruppenraum, in den man in der Free-Version allerdings nur 4 weitere Teilnehmer einladen kann. Sie können fast den kompletten Funktionsumfang nutzen. Die für den Unterricht eingesetzte Version des Abos ermöglicht maximal 300 Teilnehmer. Für die üblichen Schulungen sind 15 bis 25 Teilnehmer sinnvoll. Das Maximum von 300 Teilnehmern könnte man allenfalls für Vorträge nutzen oder wenn man interaktives Bildungsfernsehen mit größeren Gruppen erproben möchte.
  3. alfaview® ist eine Videokonferenz-Software, welche für professionelle Online-Meetings und Live-Schulungen mit Bildschirmübertragung bestens geeignet ist. Sie ist unter didaktischen Aspekten optimal konzipiert und kann den Kursteilnehmern schnell erklärt werden. Gruppenräume sind integraler Bestandteil und erlauben den fliegenden Wechsel vom Klassenraum in die dazugehörigen Gruppenräume. Von Nachteil ist jedoch, dass es keine integrierte Aufzeichnungsmöglichkeit gibt und die Smartphones der Teilnehmer bisher nicht unterstützt werden. Es gibt eine Free-Version von alfaview®, zu der man sich registrieren muss. Wer ohne Registrierung mit dieser Konferenz-Plattform arbeiten möchte, wählt einen der drei bereitgestellten alfaview-Testräume. Sie sind meist frei von Besuchern. Fast immer kann man dort ungestört die interessanten Funktionen mit anderen Teilnehmern ausprobieren. Eine 16 MB große Installationsdatei muss einmal vorab heruntergeladen werden. Dieser Download stellt Komponenten bereit, um die Performance zu optimieren. Was einmal vorab heruntergeladen wurde, muss nicht während der Konferenz nachgeladen werden. alfaview® und blizz® liefern gute Videos und guten Ton. Ihre Latenzzeit ist kaum wahrnehmbar. edudip® als das vierte System benötigt keinen Download, sondern nur bestimmte Browser. In aktuellen Chrome- und Firefox-Installationen sind die benötigten Komponenten enthalten. Sie unterstützen HTML5/WebRTC.
  4. edudip® wird vorgestellt, weil es vom Deutschen Volkshochschul-Verband empfohlen ist. Es hat seine Stärken bei Webinaren, bei denen nur maximal 4 aktive Teilnehmer eingebunden werden sollen. Für Dozenten, die ihre Vorträge streamen und vermarkten möchten, ist es wegen des angegliederten Webinar-Marktplatzes eine interessante Option. Sie kann allerdings bei VHS-Kursen nicht realisiert werden, weil ein Mitschnitt in den AGB der VHS nicht vorgesehen ist. Im Kurs kommt edudip® vor, damit Teilnehmer in Zukunft Webinare in der von Volkshochschulen empfohlenen Kombination anbieten können. Die von den Volkshochschulen seit dem Herbst 2018 eingesetzte Version „edudip-next“ bietet keine frei zugängliche Testmöglichkeit: https://www.edudip-next.com/de/funktionen
    Dozenten, die ihre Vorträge streamen möchten, müssen selbst die Bezahlversion abonnieren. Zum Kennenlernen von edudip® gibt es allerdings noch eine Flash-basierte Version, welche die zu übende Funktionalität enthält. Damit kann man kostenlose Webinare mit 45 Minuten Dauer durchführen. Am schnellsten und einfachsten meldet man sich mit seinem Facebook-Account an.

Einweisung und kostenlose Testphase

Es gibt Schnupperkurse, weil niemand einen Kurs buchen soll, ohne dass die Voraussetzungen geprüft wurden. Bei diesen kostenlosen Führungen werden die Lernplattformen und die Videokonferenzsysteme erläutert. Am Ende einer Führung oder eines Schnupperkurses kann man sich ein Angebot senden lassen. Nimmt man es an und überweist den Rechnungsbetrag, erhält man die Kursunterlagen und die Zugangsberechtigung für die gebuchten Monate.

Fazit

Die Rahmenhandlung in diesem Kurs ist die Förderung der Interkulturellen Kompetenz auf Basis einer zertifizierten Unterlage. Prüfungen müssen selbst bei einer VHS gebucht werden. Primäres Ziel des Kurses ist, dass Kursteilnehmer nach dem Kurs selbst als Kursleiter in vergleichbaren Kursen tätig werden. Zur Zielgruppe gehören besonders Lehrer für Fremdsprachen und Lehrer, die Deutsch als Fremdsprache unterrichten.